MuPAD Education Group: Kostenlose Materialen für MuPAD Pro:
www.sciface.com/education, schule.mupad.de, studium.mupad.de, mupad.zum.de.

_______________________________________________________________________________

 

Inhalt....: Abbildungen der Ebene

Kategorie.: Unterrichtsmaterial

Mathematik: Geometrie R^2, Lineare Algebra

MuPAD.....: 4.0.2

Datum.....: 2007-12-11

Autoren...: Holger Böttcher <hboettcherebw@aol.com>

Funktionen: PACKAGEPATH, package

_______________________________________________________________________________

 

Hinweis: Dieses Arbeitsblatt verwendet das Package agla (Analytische Geometrie und Lineare Algebra) von Holger Böttcher (hboettcherebw@aol.com). agla ist ein interaktives Hilfsmittel für MuPAD Pro 4, um Aufgaben der Analytischen Geometrie im R^3 mit Abiturniveau zu lösen. Das package steht inklusive Installationsanleitung und Dokumentation auf dem SciFace Software WebServer unter www.sciface.com/download/packages.php kostenfrei zur Verfügung.

 

Demonstration der Anwendung von agla

Version 2

 

 

demo5  

 

 

 

 

 

Abbildungen der Ebene

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     Vorbereitung

 

 

Um die Berechnungen auf dem Anwendungscomputer nachzuvollziehen, ist PACKAGEPATH auf den Ordner mit dem package agla einzustellen

 

PACKAGEPATH := PACKAGEPATH, "D:\\mupad4\\packages\\":

package("agla"): export(agla): prolog():

 

Verwenden von O als Bezeichner für den Nullvektor/Koordinatenursprung, Verfügbarmachen von D und E als Bezeichner

 

bezDEO():

 

MuPAD-Bezeichner O wurde umdefiniert, D und E sind frei benutzbar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    

     Abbildungen der Ebene

 

 

 

Die in agla vorgenommene Erweiterung auf die Ebene und die neu verfügbaren Objekte Matrix, Abbildung und Figur bzw. Koerper erlauben es, Abbildungen des Raumes und der Ebene auf einfache Art zu erzeugen und zu visualisieren

 

Hier sollen einige Möglichkeiten für Abbildungen der Ebene anhand der Manipulation von Texten demonstriert werden

 

Weitere Einzelheiten können der Dokumentation zum Paket entnommen werden

 

 

 

 

Ein Vektor in der Ebene wird in der Form v(1,2) erzeugt, Punkte werden mit ihren Ortsvektoren identifiziert

 

Eine Matrix setzt sich aus solchen (Spalten-)Vektoren zusammen, sie kann entweder mittels der Erzeugerfunktion Matrix oder durch Verkettung mit dem " . "-Operator gebildet werden

 

Matrix( v(1,2), v(3,4), v(5,6) )

math

v(1,2) . v(3,4) . v(5,6)

math

 

 

Eine Figur besteht aus einer Menge von Punkten, die durch gerade Linien verbunden sind. Zu ihrer Erzeugung ist eine Matrix anzugeben, die so erhalten wird: Bei einem Punkt beginnend wird die gesamte Linienmenge der Figur in einem Zug durchlaufen, wobei jeder angetroffene Punkt eingetragen wird, eventuell mehrfach. Besteht die Figur aus separaten Teilmengen, so ist vor der Fortsetzung der Kodierung mit dem nächsten Teil ein Trennpunkt der Form v(x,x) einzutragen

 

 

Auf diese Art werden zunächst die Originale einiger Buchstaben erzeugt, wobei  ein einheitliches Punkteraster verwendet wird

 

T_or := Figur( v(1.5,0) . v(1.5,5) . v(-0.25,5) . v(3.25,5) ):

e_or := Figur( v(0,1.5) . v(2.5,1.5) . v(2.5,2.5 ). v(2,3) . v(0.5,3) . v(0,2.5) . v(0,0.5) .

               v(0.5,0) . v(2,0) . v(2.5,0.5) ):

x_or := Figur( v(0,0) . v(2.5,3) . v(x,x) . v(0,3) . v(2.5,0) ):

t_or := Figur( v(0.5,4.5) . v(0.5,0.5) . v(1,0) . v(1.5,0) . v(2,0.5) . v(x,x) . v(-0.25,3) .

               v(1.25,3) ):

 

Der vorletzte Buchstabe kann auch ohne Trennpunkt über den Schnittpunkt der beiden Strecken erzeugt werden (der letzte ebenfalls)

 

x_or := Figur( v(0,0) . v(2.5,3) . v(1.25,1.5) . v(0,3) . v(2.5,0) ):

 

sichtBox(-8..8):

Grafik( T_or, [e_or, gruen], [x_or, blau], [t_or, rot] )

MuPAD graphics

 

Aus den Buchstaben soll jetzt das Wort "Text" gebildet werden. Dazu werden sie mittels einer Verschiebung parallel zur x-Achse bewegt, wozu die entsprechende Funktion unter Angabe eines Verschiebungsvektors aufgerufen wird. Bei der Verwendung der Funktion entsteht eine Abbildung, z.B.

 

verschiebung( v(2.5,0) )

math

 

Die Bilder der entstehenden  Figuren können mittels der ensprechenden Methode erhalten werden (sie sind ebenfalls Figuren)

 

T   := T_or::bild( verschiebung( v(-6.5,0) )):

e   := e_or::bild( verschiebung( v(-3,0) )):

iks := x_or::bild( verschiebung( v(1,0) )):   // der Bezeichner x ist geschützt und kann nicht belegt werden

t   := t_or::bild( verschiebung( v(5.2,0) )):

 

Grafik( T, e, iks, t )

MuPAD graphics

 

Die Punkte-Matrizen der einzelnen Figuren (auf diese kann mit der Eigenschaft punkte zugegriffen werden), werden nun verkettet, wobei jeweils ein Trennpunkt dazwischen gesetzt wird. Die entstehende Matrix bildet die Grundlage zur Erzeugung einer neuen (zusammengesetzten) Figur

 

m :=  T::punkte . v(x,x) . e::punkte . v(x,x) . iks::punkte . v(x,x) . t::punkte

math

wort :=  Figur( m ):

 

Grafik( [wort, 1], Achsen )

MuPAD graphics

 

Im weiteren wird außerdem die Verknüpfung von Abbildungen mit dem Operator " ° " angewendet. Als Beispiel werden die folgenden beiden Drehungen um den Koordinatenusprung betrachtet (er ist mit O2 vordefiniert; das 2. Argument ist jeweils der Drehwinkel in Grad)

 

dr1 := drehung( O2, 30); dr2 := drehung( O2, 60)

math

math

 

Die Verknüpfung der beiden Abbildungen

 

dr := dr2 ° dr1

math

 

ergibt eine neue Abbildung, die darin besteht, dass auf ein Objekt zunächst die rechte Abbildung, auf das entstandene Bild dann die linke Abbildung angewendet wird. Die Matrix der Verknüpfung ist das Produkt der beteiligten Abbildungsmatrizen

 

dr::matrix = dr2::matrix * dr1::matrix

math

 

Da im vorliegenden Fall bei der Verknüpfung eine Drehung um 90° entsteht, gilt

 

dr::matrix = ( drehung(O2, 90) )::matrix

math

 

 

 

 

Auf die oben gebildete Figur werden nun verschiedene Abbildungen angewendet, die mit entsprechenden Funktionen und Verknüpfungen erzeugt werden können

 

 

 

 

Größe verändern, kursiv schreiben

 

 

Eine Veränderung der Größe einer Figur ist mit einer (zentrischen) Streckung möglich (es sind Streckzentrum und -faktor anzugeben). Für die Kursivstellung ist die Scherung (mit einem in Grad anzugebenden Scherungswinkel) geeignet

 

sichtBox(-15..15):

Grafik( wort,

        [wort::bild( verschiebung(v(0,7)) ° streckung(O2, 1.5) ), blau, 1.5],

        [wort::bild( verschiebung(v(-5,-7)) ° streckung(O2, 0.2) ° scherung(14)), 0.4],

        [wort::bild( verschiebung(v(5,-8)) ° scherung(14) ), rot, 2],

        Achsen )

MuPAD graphics

 

 

 

Spiegeln

 

 

Der Text wird zunächst kursiv gestellt, danach etwas über die x-Achse verschoben und an ihr gespiegelt, womit er in Spiegelschrift erscheint (die x-Achse ist unter dem Bezeichner xAchse2 vordefiniert)

 

kursivText  := wort::bild( verschiebung(v(0,1)) ° scherung(12) ):

spiegelText := wort::bild( spiegelung(xAchse2) ° verschiebung(v(0,1)) ° scherung(12) ):

 

Grafik( [kursivText, 1], [spiegelText, 1], [xAchse2, gruen], Achsen )

MuPAD graphics

 

 

 

 

Drehen

 

 

Im Beispiel wird zusätzlich die Animationsfähigkeit von Abbildungen benutzt. Dazu erhält die drehung - Funktion einen variablen Drehwinkel w als Argument, für den in der Grafik-Spezifikation ein Bereich (in Grad) anzugeben ist (als Drehzentrum dient der Koordinatenursprung)

 

Grafik( [wort, grau],

        [wort::bild(drehung(O2, 60)), schwarz],

        [wort::bild(drehung(O2, w)), rot, 1.5, 0..240],

        Achsen)

MuPAD graphics

 

 

 

 

Schattenbildung

 

 

Die Figur wird zunächst geschert, danach erfolgt eine Spiegelung an der x-Achse

 

sichtBox(-15..15):

Grafik( [wort::bild( scherung(-45) ), gruen.[0.4], 2],

        [wort::bild( spiegelung(xAchse2) ° scherung(-45) ), grau, 2],

        [wort, blau, 2], Achsen )

MuPAD graphics

 

Zum Erzeugen einer Animation wird eine Streckung/Stauchung in y-Richtung mit einem variablen Faktor vorgenommen. Das geschieht mittels einer parametrisierten Abbildung, die auf die Figur angewendet wird, bevor diese geschert und gespiegelt wird (die Abbildung wird hier explizit über die entsprechende Matrix erzeugt)

 

streckeny := Abbildung( v(1,0) . v(0,a) )

math

 

Grafik( [wort::bild( spiegelung(xAchse2) ° scherung(-45) ° streckeny ), grau, 2, 2..-3],

        [wort, blau, 2], Achsen )

MuPAD graphics

 

 

 

Laufschrift

 

 

Für eine horizontale Schrift wird eine parametrisierte Verschiebung entlang der x-Achse benutzt

 

Grafik( [wort::bild( versch(v(a,0)) ° scherung(12) ), 3, rot, -24..22], Achsen )

MuPAD graphics

 

Die Bewegung kann auch entlang einer Kurve erfolgen, wenn eine Parametergleichung vorliegt, wie etwa beim Kreis oder der Ellipse

 

k := Kreis(O2, 20)

math

 

P := k::pkt()   // der allgemeine Kreispunkt

math

 

delete t:      // t wurde oben mit einem Wert belegt

sichtBox(-30..30):

Grafik( [k, 0.5, grau],

        [wort::bild(verschiebung(P)), gruen, 1, 0..360],

        Achsen)

MuPAD graphics

 

Q := v( 1.2*P::x, 0.8*P::y )   // der allgemeine Punkt einer Ellipse

math

 

Da Ellipsen nicht zu den agla-Objekten gehören, wird zu ihrer grafischen Darstellung ein MuPAD-plot-Objekt benutzt. Außerdem wird die Schriftgröße verringert

 

Grafik( plot::Curve2d([Q::x, Q::y], t = 0..360, LineWidth = 0.5, Color = grau),

        [wort::bild( verschiebung(Q)  ° streckung(O2, 0.7) ), gruen, 1, 90..450],

        Achsen)

MuPAD graphics

 

 

 

 

MuPAD Education Group: Kostenlose Materialen für MuPAD Pro:
www.sciface.com/education, schule.mupad.de, studium.mupad.de, mupad.zum.de.