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Inhalt....: Wuerfelsimulation und relative Haeufigkeit

Kategorie.: Handwerkskasten

Mathematik: Stochastik, Statistik

MuPAD.....: 3.0.0

Datum.....: 2002-03-3

Autoren...: Kai Gehrs <acrowley@mupad.de>

Funktionen: random

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Elementare MuPAD-Funktionen:

Würfelsimulation und relative Häufigkeit

 

Die Stochastik bietet eine Vielzahl einzelner Themenbereiche, bei denen der Einsatz von

MuPAD sehr nützlich sein kann.

 

Im folgenden wollen wir das n-malige Werfen mit einem idealen Würfel durch MuPAD

simulieren. Für großes n, sagen wir n = 10000, ist eine praktische Umsetzung dieses Zufalls-

experiments fast nicht mehr durchführbar.

 

Der exakte mathematische Beweis des folgenden Satzes ist äußerst

kompliziert:

 

       "Mit zunehmender Versuchsanzahl in einem

        Laplace-Experiment stabilisiert sich die relative

Häufigkeit des betrachteten Ereignisses um

einen festen Wert, seine Wahrscheinlichkeit."

 

Der Satz besagt, dass wir z.B. mit einem idealen Würfel nur oft genug

würfeln müssen, damit die relative Häufigkeit, eine Sechs zu würfeln,

in die tatsächliche Wahrscheinlichkeit übergeht.

 

Wir haben es also mit einem Grenzwertprozeß zu tun. Der Satz kann

im Rahmen einer Mathematikausbildung in der Schule und sogar im

Rahmen der ersten Semester eines Studiums der Mathematik nicht

wirklich exakt bewiesen werden, aber dennoch arbeiten wir bereits zum

Teil in den Klassen 9 und 10 mit Wahrscheinlichkeiten. Um Schülerinnen

und Schülern ein intuitives Verständnis des Sachverhaltes geben zu

können, definieren wir hier eine MuPAD Funktion, die das n-malige

Würfeln mit einem idealen Würfel simuliert und anschließend die

relative Häufigkeit der Sechs ausgibt.

 

Wuerfeln:=random( 1..6 ):

relativeHaeufigkeit := proc(n)

local rh;

begin

   rh := 0;

   for i from 1 to n do

      if Wuerfeln() = 6 then

         rh := rh + 1;

      end_if;

   end_for;

   return ( rh/n ); 

end_proc:

 

Die erste Zeile definiert die Funktion Wuerfeln, die Zufallszahlen aus

der Menge {1,2,3,4,5,6} produziert. Sie erhält keine Argumente, ein

Aufruf ist stets von der Form Wuerfeln( ). Rückgabewert ist stets ein

Element der Menge {1,2,3,4,5,6}.

 

Wir testen die Funktion einige Male:

 

Wuerfeln();

Wuerfeln();

Wuerfeln();

Wuerfeln()

math

math

math

math

 

Sie können diese Eingaberegion nacheinander immer wieder auswerten

und werden feststellen, dass stets andere Zahlen erscheinen.

 

Nun zu der Funktion relativeHaeufigkeit. Sie erhält ein Argument:

 

1. Argument: Eine natürliche Zahl n, die Anzahl der Würfe mit einem idealen

                       Würfel

 

Rückgabewert ist eine rationale Zahl zwischen 0 und 1, die relative

Häufigkeit der geworfenen Sechsen. Ein Aufruf der Funktion ist daher

von der Form relativeHaeufigkeit(n).

 

Wir simulieren das Zufallsexperiment für n = 10, 100, 1000, 10000, 100000

Durchführungen. Dabei ist der erste Wert stets das exakte Ergebnis und der

zweite Wert eine auf 10 signifikante Stellen genaue Näherung:

 

relativeHaeufigkeit(10); float(%);

math

math

relativeHaeufigkeit(100); float(%);

math

math

relativeHaeufigkeit(1000); float(%);

math

math

relativeHaeufigkeit(10000); float(%);

math

math

relativeHaeufigkeit(100000); float(%);

math

math

 

Auf diese Weise kann man sich leicht vorstellen, dass die relative

Häufigkeit tatsächlich gegen den Wert 1/6 = 0.1666666... konvergiert.

 

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Aufgaben:

1. Führen Sie die obigen Befehlszeilen einige Male neu aus. Beobachten Sie Veränderungen der Werte?

    Versuchen Sie, auch ein wenig mit anderen Werten für n zu spielen.   

2. Ändern Sie die obige Prozedur so ab, dass statt des Würfelexperiments ein Glücksradexperiment

   zugrunde liegt. Dabei soll das Glücksrad vier verschiedene Felder aufweisen, die alle mit der gleichen

   Wahrscheinlichkeit getroffen werden.

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Anmerkungen:

1.  Weitere Anregungen finden Sie in der Buchreihe Mathematik 1 x anders. In dieser Reihe

     wird eine Vielzahl unterschiedlichster mathematischer Probleme mit MuPAD gelöst. Die

     Bücher können unter www.schule.mupad.de/literatur kostenfrei kopiert werden. 

 

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