MuPAD Education Group: Kostenlose Materialen für MuPAD Pro:
www.sciface.com/education, schule.mupad.de, studium.mupad.de, mupad.zum.de.

________________________________________________________________________________

 

Inhalt....: Elementare Datenstrukturen in MuPAD - Mengen  

Kategorie.: Handwerkskasten

Mathematik: Programmierung

MuPAD.....: 3.0.0

Datum.....: 2002-02-06

Autoren...: Kai Gehrs <acrowley@mupad.de>

Funktionen: contains, nops, _union, union, _intersect, intersect, _minus, minus

Funktionen: op

________________________________________________________________________________

 

Elementare Datenstrukturen in MuPAD:

Mengen

 

Wir wollen den Umgang mit Mengen in MuPAD kennenlernen.   

 

Mengen haben in MuPAD die Eigenschaften, die man Ihnen auch rein

intuitiv, vom mathematischen Standpunkt her gesehen, zusprechen würde.

Ihre Elemente sind nicht geordnet, kein Element kommt mehrfach vor

und man kann mit Mengen die üblichen Mengenoperationen wie

Vereinigungen oder Durchschnitt durchführen.

 

Wir definieren eine Menge M durch die geschwungenen Klammern {...}:

 

M:= {1, 2, 3, 4, 5, 1/2, 1/3, PI, E, 0.2}

math

In eine Menge können wir nahezu beliebige Objekte einfügen. Wir

definieren noch eine zweite Menge und diskutieren dann im folgenden

die wichtigsten Operationen auf Mengen.

 

N:= {a, b, c, 1, 2, E, PI}

math

Mit Hilfe des Befehl contains können wir prüfen, ob ein bestimmtes

Element in einer Menge enthalten ist. contains erhält zwei Argumente

 

1. Argument: Die Menge, von der geprüft werden soll, ob sie ein

                       bestimmtes Element enthält

 

2. Argument: Das Element, von dem geprüft werden soll, ob es in

                       der Menge enthalten ist

 

Als Rückgabewert erhalten wir stets true, falls das Element in der

betrachteten Menge enthalten ist, und false, wenn dies nicht der Fall

ist. Ein Funktionsaufruf der Funktion contains besitzt also stets die

Form contains( Menge, Element ).

 

Wir testen einige Beispiele:

 

contains(M, 1);

contains(M, 2);

contains(M, 3);

contains(M, 23);

contains(N, f);

contains(N, a)

math

math

math

math

math

math

Auf Elemente einer Menge greifen wir mit dem Indexoperator zu:

 

M[1], M[2], M[5], M[7], M[9]

math

M[11]

Error: Invalid index [DOM_SET]

 

Die letzte Eingabe verursacht eine Fehlermeldung, da die Menge M

nur 10 Elemente hat.

 

Die Anzahl der Elemente einer Menge bestimmt man mit dem Befehl

nops. nops erhält ein Argument, nämlich die Menge, deren Element-

anzahl zu bestimmen ist. Als Rückgabewert erhalten wir stets eine

nicht negative ganze Zahl.

 

Für unsere Mengen M und N erhalten wir

 

nops(M);

nops(N)

 

Zur Vereinigung von Mengen bietet MuPAD den Befehl _union.

_union erhält stets zwei Argumente:

 

1. Argument: Eine Menge M

2. Argument: Eine Menge N

 

Der Rückgabewert ist eine Menge, die die Vereinigung der beiden Eingabe-

mengen darstellt. Ein Aufruf hat typischerweise die Gestalt

_union(Menge M, Menge N).

 

In unserem Fall gilt also:

 

M;

N;

_union(M, N)

 

Statt _union(Menge M, Menge N) können wir auch Menge M union Menge N

schreiben, d.h.

 

M union N

 

liefert das gleiche Ergebnis.

 

Mit Hilfe von _union der union können wir Mengen auch um weitere Elemente

vergrößern:

 

M;

P:= M union {z, zz, zzz, PI/6}

 

Zur Durchschnittsbildung von Mengen bietet MuPAD den Befehl _intersect.

_intersect erhält stets zwei Argumente:

 

1. Argument: Eine Menge M

2. Argument: Eine Menge N

 

Rückgabewert ist eine Menge, die die Schnittmenge der beiden Eingabemengen

darstellt. Ein Aufruf besitzt typischerweise die Form _intersect(Menge M, Menge N).

 

In unserem Fall gilt also:

 

M;

N;

_intersect(M, N)

 

Statt _intersect(Menge M, Menge N) können wir auch Menge M intersect Menge N

schreiben, d.h.

 

M intersect N

 

liefert das gleiche Ergebnis.

 

Die Differenzbildung von Mengen ermöglicht MuPAD mit dem Befehl

_minus. _minus erhält stets zwei Argumente:

 

1. Argument: Eine Menge M

2. Argument: Eine Menge N

 

Rückgabewert ist eine Menge, die die Differenzmenge der beiden

Eingabemengen darstellt. Ein Aufruf ist typischerweise von der Gestalt

_minus(Menge M, Menge N).

 

In unserem Fall gilt also:

 

M;

N;

_minus(M, N)

 

Statt _minus(Menge M, Menge N) können wir auch Menge M minus Menge N

schreiben, d.h.

 

M minus N

 

liefert das gleiche Ergebnis.

 

Mit Hilfe des Befehls op lassen sich die Operanden einer Menge

extrahieren. op erhält stets ein Argument, in unserem Fall eine Menge.

Der Rückgabewert ist dann die Sequenz der Elemente der Menge.

 

Wir testen dies an unseren Beispielen:

 

op(M)

 

op(N)

 

________________________________________________________________________________

 

Aufgaben:

1. Definieren Sie in MuPAD die Mengen

    image

    und bilden sie Durchschnitte, Vereinigungen und Differenzmengen einiger Kombinationen.

 

2. Fügen Sie allen Mengen die Elemente a,b und c hinzu.

_______________________________________________________________________________

 

Anmerkungen:

 

1.  Weitere Anregungen finden Sie unter: http://schule.mupad.de bzw. http://studium.mupad.de

 

_______________________________________________________________________________

 

 

 

MuPAD Education Group: Kostenlose Materialen für MuPAD Pro:
www.sciface.com/education, schule.mupad.de, studium.mupad.de, mupad.zum.de.