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Inhalt....: Analytische Geometrie mit MuPAD - Übung 20 

Kategorie.: Arbeitsblatt

Mathematik: Geometrie R^2, Geometrie R^3, Lineare Algebra

MuPAD.....: 3.1.0

Datum.....: 2004-09-30

Autoren...: Kai Gehrs <acrowley@mupad.de>

Funktionen: matrix, plot, plot::Curve3d, Color, RGB::Red, RGB::Blue, solve

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Analytische Geometrie mit MuPAD - Übung 20

 

Dieses Arbeitsblatt stellt eine mögliche Lösung der oben genannten Aufgabe aus dem Buch

"Analytische Geometrie mit MuPAD" (Band 10 der Reihe "Mathematik 1 x anders -

Materialien und Werkzeuge für computerunterstütztes Lernen, SciFace Software, 2004).

 

Dieses Buch steht unter der Adresse schule.mupad.de/literatur im PDF-Format zum kosten-

losen Download bereit.

 

-image

 

Zuerst definieren wir die Parameterformen der Geraden in MuPAD:

 

ParameterformG1:= matrix([ 2,1,-2]) + k * matrix([ 3,  -2,  2]):

ParameterformG2:= matrix([-4,5,-6]) + l * matrix([-6,   4, -4]):

ParameterformG3:= matrix([-2,3,-4]) + m * matrix([ 1,-2/3,2/3]):

 

Wir zeichnen die Gerade g1 in roter Farbe, die Gerade g2 in blauer Farbe

und die Gerade g3 in grüner Farbe:

 

g1:= plot::Curve3d(ParameterformG1, k = -1..1,

                   Color = RGB::Red):

g2:= plot::Curve3d(ParameterformG2, l = -1..1,

                   Color = RGB::Blue):

g3:= plot::Curve3d(ParameterformG3, m = -5..5,

                   Color = RGB::Green):

plot(g1, g2, g3)

MuPAD graphics

 

Die blaue und die rote Gerade scheinen identisch zu sein und die

grüne Gerade scheint parallel zu der blauen und der roten Gerade

zu verlaufen. Unsere Vermutungen sind also:

 

1.) g1 und g2 sind identisch.

2.) g3 ist parallel zu g1 (und damit auch zu g2, wenn wir 1 gezeigt haben).

 

Wir stellen das Gleichungssystem auf, das sich ergibt, wenn wir g1

und g2 gleichsetzen:

 

Gl:= {ParameterformG1[1] = ParameterformG2[1],

      ParameterformG1[2] = ParameterformG2[2],

      ParameterformG1[3] = ParameterformG2[3]}

math

 

Auflösen nach k und l ergibt:

 

solve(Gl, {k, l})

math

 

Das Gleichungssystem hat unendlich viele Lösungen, d.h. g1 und g2

sind in der Tat identisch. Damit ist die Behauptung 1.) bewiesen.

 

Zu Beweis von 2.) müssen wir zuerst zeigen, dass g3 und g1 die

gleiche Richtung haben, d.h. dass ihre Richtungsvektoren

Vielfache voneinander sind:

 

matrix([3,-2,2]) = p * matrix([ 1,-2/3,2/3])

math

 

Wir stellen das Gleichungssystem auf, dass sich aus den drei

Komponenten ergibt und lösen es nach p:

 

Gl:= {3 = p, -2 = -2*p/3, 2 = 2*p/3}

math

solve(Gl, p)

math

 

Der Richtungsvektor von g3 multipliziert mit 3 ergibt also den Richtungs-

vektor von g1, d.h. g1 und g3 haben die gleiche Richtung. Wir müssen

nur noch zeigen, dass die beiden Geraden keinen gemeinsamen

Punkt haben. Wir setzen also die Parameterformen gleich und lösen

das entstehende Gleichungssystem nach k und m auf:

 

Gl:= {ParameterformG1[1] = ParameterformG3[1],

      ParameterformG1[2] = ParameterformG3[2],

      ParameterformG1[3] = ParameterformG3[3]}

math

solve(Gl, {m ,k})

math

 

Die Lösungsmenge ist leer, d.h. g1 und g3 haben keinen gemeinsamen

Punkt und müssen folglich parallel sein.

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Anmerkungen:

1.  Weitere Anregungen finden Sie in der Buchreihe Mathematik 1 x anders. In dieser Reihe

     wird eine Vielzahl unterschiedlichster mathematischer Probleme mit MuPAD gelöst. Die

     Bücher können unter www.schule.mupad.de/literatur kostenfrei kopiert werden. 

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